Am Tag vor dem Schabbat laden die Kirchengemeinden im Stadtzentrum zum Friedensgebet in die Moeser Stadtkirche.
Terrorristen der Hamas haben Israel am 07. Oktober überfallen. Friedliche Menschen in ihren Häuser, Frauen, Kinder ermordet, noch ihre Leichen geschändet, Geisel genommen.
Das größte Progrom gegen Juden in ihrer angestammten Heimat, in Israel, seit der Shoah. Eine Folge, unsägliches Leid der Zivilbevölkerung in Gaza, auch hier Familien, Frauen, Kinder die in jedem Moment um ihr Leben fürchten müssen.
In der Nacht zum 12. Oktober wurden in Moers Hassbotschaften u.a. auf die Kirchentüren von St. Martinus in Moers-Repelen gesprüht. Die israelische Fahne auf dem Rathausvorplatz wurde zerrissen, entwendet. Von der evangelischen Stadtkirchengemeinde wird Pfarrer Christoph Helbig, von der katholischen Nachbargemeinde wird Dechant Herbert Werth durch die Anfacht geleiten. Superintendent Wolfram Syben wird sprechen. Bürgermeister Christoph Fleischauer hat sein Kommen zugesagt.
In Berlin wurden Wohnungen unserer jüdischen Mitbürger* innen mit dem Davidstern markiert. Dezember 1931 stellten Dr. Akiba Posner, der letzte Kieler Rabbiner vor dem Holocaust und seine Ehefrau Rahel den achtarmigen Chanukka-Leuchter der Familie ins Fenster. Auf der anderen Straßenseite hängt eine Naziflagge an einem Gebäude, der NSDAP-Kreisleitung. Rahel Posner schrieb auf die Rückseite des Fotos vier Zeilen: „Juda verrecke“, die Fahne spricht – „Juda lebt ewig“, erwidert das Licht. Heute steht der Leuchter als Dauerleihgabe in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Von der jüdischen Gemeinde in Krefeld kommt am Vortag zum Schabbat eine Grußbotschaft, die verlesen wird. Die muslimische Ditib-Gemeinde aus dem Stadtteil Moers -Repelen hat ihre angekündigte Mitwirkung und Beteiligung zurückgezogen. Die Organisatoren hoffen, dass sich bis Freitag auch noch eine muslimische Gemeine bereit erklärt, am Friedengebet teilzunehmen. Konrad Göke: „Es wäre ein gutes Zeichen, wenn alle drei Weltreligionen, deren Wiege im Nahen Osten stand, für die Jerusalem, die heilige Stadt ist, am Freitag zum gemeinsamen Friedensgebet zusammenfinden!“

