Monatsgruß Oktober 2026

Liebe Lehrer:innen, liebe Interessierte,
in Zeiten gesellschaftlicher Erschöpfung, politischer Polarisierung und vielfältiger Krisen kann der Reformationstag ein Hoffnungszeichen setzen.
Das Motto der evangelisch-lutherischen Kirche Hannover bewirbt diesen Tag mit dem Motto: „Reformation neu feiern: RESET Hoffnung“ (reformation-neu-feiern.de). Die christliche Hoffnung bedeutet in diesem Zusammenhang kein bloßes Weitermachen mit kleinen Veränderungen, sondern einen Neustart aus der Gnade Gottes heraus.
Was wäre, wenn wir einfach die RESET-Taste drücken könnten?
Bei einem Computer ist das schnell gemacht. Im Leben ist es komplizierter und doch steckt darin eine große Sehnsucht: „Es kann anders werden!“, „Ich kann Veränderungen anstoßen!“
Martin Luther wollte die Kirche ursprünglich nicht spalten, sondern sie von Missständen befreien – ein starkes Fundament für das Verständnis von Menschenwürde. Denn diese hängt nicht von der Leistung, dem Status oder der Herkunft eines Menschen ab, sondern es ist ein bedingungsloses Geschenk Gottes.
Die reformatorische Idee der Erneuerung eröffnet einen Blick darauf, dass Veränderung möglich ist – und dass Christinnen und Christen eine Verantwortung für die Wahrung der Demokratie tragen und somit Hoffnung auf Wahrung der Menschenwürde weitergeben und bewahren können.
Ich wünsche Ihnen hoffnungsvolles, reformatorisches Handeln!
Herzliche Grüße im Namen unseres Teams im Schulreferat Duisburg/Niederrhein
Ihre Claudia Ehling