Monatsgruß März 2025

Liebe Leser:innen, liebe Lehrer:innen, liebe Schulleiter:innen,

die närrischen Tage stehen bevor. Manche haben schon das Kostüm bereitgelegt, andere freuen sich auf ruhige Tage – so oder so wünsche ich Ihnen eine gute Zeit im „rheinischen Ausnahmezustand“!

Mit dem Monat März beginnt die Passionszeit. Welche Bedeutung hat Jesus für uns heute? Die 40 Tage vor Ostern laden ein, sich anregen zu lassen und über diese Frage ins Gespräch zu kommen. Eine solche Anregung ist für mich das Foto vom Zaun mit dem goldenen Kreuz, dass mir meine Kollegin in der vergangenen Woche schickte. Über unterschiedliche Deutungen des Kreuzes ist in den letzten Jahrzehnten viel diskutiert und gestritten worden: stellvertretender Sühnetod, notwendiges Opfer, Ausdruck des Erlösungshandeln Gottes – ich selbst verstehe nicht, warum Jesu Tod als Ausdruck für Gottes Liebe zu uns Menschen notwendig sein soll.

Das Foto vom Zaun regt mich an, das goldene Kreuz als Zeichen zu lesen: mitten im Alltag bricht Gott sich Bahn und begegnet Menschen mit Strahlkraft des Göttlichen, mitten im Alltag kann sich der Blick auf die Dinge verändern und neue Eindrücke und Perspektiven eröffnen.

Ich lese das Bild vom Zaun als Zeichen, dass das Kreuz durchlässig ist: Es erinnert nicht nur an Jesu Tod, sondern öffnet den Blick zugleich für die unverbrüchliche Zuwendung Gottes zu uns Menschen. Das Kreuz ist durchlässig für die Erfahrungen von Ostern und ist so zugleich ein Zeichen für die Kraft Gottes, die stärker ist als menschliche Macht. So, wie die Begegnung mit Jesus Menschen damals neue Perspektiven eröffnet hat, tut sie es bis heute. Das Kreuz steht für die Zuwendung Gottes zu uns Menschen und für Gottes Liebe zum Leben, die durch nichts  zerstört oder getötet werden kann. So wird das Kreuz zum Zeichen der Glaubensgewissheit: Gottes Geistkraft wirkt und macht auch heute Neuanfänge möglich. Gott stiftet neues Leben!

In der Folge Das letzte Zeichen aus der Serie The Chosen sagt Marta zu Jesus, der ihr erklären möchte, was Auferstehung der Toten und neues Leben bedeutet: „Das verstehe ich nicht“. Im nächsten Satz bekennt sie: „Ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt gekommen ist. Also ja, auch das, was ich nicht verstehe, glaube ich.“

Ich wünsche Ihnen und uns im Monat März Eindrücke, die (Seh)Gewohnheiten irritieren und Perspektiven verändern oder erweitern. Ich wünsche uns Begegnungen, die daran glauben lassen, dass neues Leben möglich ist, und die uns nicht müde werden lassen in der Glaubensgewissheit, dass Neuanfänge möglich sind – auch in unserer Welt und in unserer Gegenwart.

Mit herzlichen Grüßen vom gesamten Team des Schulreferates Duisburg/Niederrhein!

Ihre Annette Vetter