Gedenken an das Novemberpogrom – Innehalten und Aufmachen
Schülerinnen und Schüler in allen Städten am unteren Niederrhein gaben daran erinnert, dass am 9. november 1938 die Synagogen in Deutschland in Brand gesetzt und Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur Gruppe der Jüdinnen und Juden diskriminiert, verfolgt und misshandelt worden sind. „Nie wieder!“ Die Mahnung Adornos, Erziehung habe zum Ziel, dass Auschwitz sich nicht wiederhole, ist in diesem Jahr besonders dringlicher Auftag an Pädagoginnen und Pädagogen. Politiker, Vertreterinnen der Städte, Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdischen Zusammenarbeit wie auch Herr Haering, Schulleiter am Landfermann-Gymnasium in Duisburg, haben ihre Betroffenheit ausgedrückt, dass Jüdinnen und Juden in diesen Tagen nicht angstfrei in unseren Städten leben können. In der Gedenkstunde im Rathaus Duisburg sprach Herr Haering eindrücklich von den Erfahrungen von Angst, die Juden in den 30er Jahren aus ihren Berufen und aus der Gesellschaft herausgedrängt haben. Kerzen am Rand des Schweigeweges durch die Duisburger Innenstadt haben Stolpersteine ins rechte Licht gesetzt, sodass auch am Abend nicht übersehen werden konnte, wo Menschen aus der Mitte der Duisburger Stadtbevölkerung aus ihrem Alltag gerissen und nicht selten deportiert und ermordet worden sind.
Unser Dank gilt allen Lehrerinnen und Lehrern, die gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern die Erinnerung wach halten und aktiv Zeichen für Menschlichkeit und Solidarität in die Städte hineingetragne haben.

